Mein Anbau-Tipp:

Anfang April beginne ich damit, die Zucchini auf der Fensterbank vorzuziehen. Zucchini wachsen ziemlich schnell, deshalb setze ich die Samenkörner gleich in kleinere Blumentöpfe und decke sie, bis sie zu keimen begonnen haben mit Frischhaltefolie ab. Nach etwa 10-14 Tagen können die kleinen Pflänzchen vereinzelt (pikieren: zu dicht stehende Sämlinge einzeln verpflanzen) und in größere Blumentöpfe umgesiedelt werden. Obwohl der April schon schöne warme Tage hat, kann es immer noch zu Nachtfrost kommen, die empfindlichen Pflänzchen könnten erfrieren und eingehen. Daher wird Omas Rat befolgt: erst nach den Eisheiligen – also nach dem 15. Mai – empfindliche Pflanzen nach draußen holen.

Wie auch im vergangenen Jahr werde ich sie dann also in Pflanztaschen (siehe auch meinen Beitrag über Pflanztaschen) setzen. Achtung: Zucchini sind einhäusig, das bedeutet, dass männliche und weibliche Geschlechtsorgane sich innerhalb einer Pflanze an getrennten Blüten befinden. Es kann also sein, dass sich zunächst viele männliche Blüten bilden, aus denen aber keine Frucht wird. Hier ist Geduld gefragt, die weiblichen Blüten (ohne Stempel und mit kräftigerem Stil) werden sich schon zeigen. Die Früchte wachsen dann allerdings recht schnell und sollten auch recht früh geerntet werden. Erstens schmecken die jungen Zucchini aromatischer, zweitens wird die Pflanze so angeregt, schnell wieder neue Früchte auszubilden.

Die passende Rezeptidee: Gefüllte Zucchiniblüten

Wer die männlichen Blüten nicht vergehen lassen will, kann sie auch in der Küche verwenden. Für die folgende Rezeptidee brauchen wir 6-8 Zucchiniblüten. Die Zucchiniblüten abschneiden, waschen, trocken tupfen und vorsichtig öffnen. Den Stempel mit den Staubgefäßen abschneiden.

Dann kann sie nach Herzenslust gefüllt werden: Wer es vegetarisch mag, schwitzt Schalotten, Knoblauch und zwei klein geschnittene Zucchini in der Pfanne an, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Etwas abkühlen lassen und mit klein gehackter Petersilie, einem großen Ei und 80 g Ricotta verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, wer mag, reibt noch ein wenig Parmesankäse in die Mischung. Die Masse nun behutsam in die geöffneten Zucchiniblüten füllen. Anschließend die Blüte oben zuzwirbeln und aufrecht in eine gefettete Form legen. Die Blüten werden großzügig mit Olivenöl bestrichen und kommen dann für 20 min. bei 180° in den Backofen.
Wer auf Fleisch nicht verzichten will, ersetzt den Ricotta mit krümelig gebratenem Rinderhack.
Das Rezept ergibt eine Vorspeise für 2-3 Personen.

Guten Appetit!

Hochbeet_32 Zeitgleich ziehe ich auf der Fensterbank in kleinen Töpfen auch Kohlrabi und Tomaten an. Hierüber werde ich später berichten, wenn die Pflanzen ausgepflanzt werden. Jeden Monat gibt es einen neuen Bericht. Schau doch mal wieder rein…